1. Juli, 18:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Schillstraße
Ein Vortrag über den Bad Harzburger Unternehmer und bekennenden Zeugen Jehova Arno Stoy, der 1936 vom Sondergericht verurteilt und in der Strafanstalt Rennelberg inhaftier war. Er starb 1940 im KZ Sachsenhausen. All die Verfolgungsmaßnahmen gegen Arno Stoy – sei es durch städtische Behörden, Gestapo, SA oder Gerichte – können genau nachvollzogen werden. So kommen am konkreten biografischen Beispiel auch die Zeugen Jehovas insgesamt als verfolgte und widerständige, doch häufig zu wenig beachtete Gruppe in den Blick.
Obwohl die Zeugen Jehovas zu den ersten Verfolgten der NS-Diktatur gehörten, war es für Stoys Familie nach 1945 schwierig, als Opfer anerkannt zu werden. Jahrelang musste sie um Wiedergutmachungsleistungen kämpfen.

