Dom St. Blasii

Der Braunschweiger Dom nach der Umgestaltung durch die Nationalsozialisten und sein heutiger Zustand.

Quelle:

Die Umgestaltung des Domes

Im Braunschweiger Dom fanden ab 1936 Umbaumaßnahmen statt. Er sollte, insbesondere vorangetrieben durch den Ministerpräsidenten Dietrich Klagges, zu einer „Weihestätte der Nation“ werden. Dazu wurde allerdings das innere Erscheinungsbild des Domes stark verändert. 1935 fanden zunächst Ausgrabungen zu den Überresten Heinrichs des Löwen und seiner Frau Mathilde statt. Sie sollten in einer eigens für diesen Zweck neu errichteten Gruft bestattet werden. Neben dem Bau der Gruft wurden zudem die alten Wandmalereien im Mittelschiff entfernt und durch neue ersetzt, die die Ostkolonisation Heinrichs des Löwen verklärten. Darüber hinaus wurden die bunten Fenster durch klare ersetzt, die Bestuhlung wurde erneuert und der Boden wurde als Schachbrettmuster gestaltet. In den beiden Fotos ist erkennbar, dass diese Veränderungen teilweise bis heute bestehen. Das gilt auch für die Gruft und die Fenster. Lediglich die Elemente nationalsozialistischer Ideologie wurden entfernt. Dazu gehören beispielsweise Hakenkreuze, wie die, im Bild zu sehen sind, oder auch die Wandmalereien im Mittelschiff (4.5).

 

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Quellen:

Szabó, Daniel. In: Vernetztes Gedächtnis. Dom St. Blasii, Burgplatz. Braunschweig, 2003.